Auch schon mal in Unterwäsche Rad gefahren?

Als ich heute morgen die Nachrichten scannte, stieß ich auf der Bildseite auf einen Artikel der mich maßlos schockierte. Alle GNTM-Zuschauer haben es in der gestrigen Folge schon mitbekommen. Ich rede jedoch nicht über die gewalttätige Kandidatin. Nein, entgeistert bin ich über die Kampagne, die vom Bundesministerium für Verkehr in Zusammenarbeit mit GNTM geshootet wurde. Die ausgewählte Kandidatin trägt einen Helm und räkelt sich auf einem Bett in Unterwäsche. Auf einem anderen kuschelt sie intensiv mit einem, ebenfalls Helm tragenden, männlichen Model. Betitelt wird das Ganze mit: „Looks like shit. But saves my live.” auf Deutsch also: „Sieht scheiße aus. Aber rettet mein Leben.“. Nicht nur, dass durch eine solche Aussage wohl eher weniger als mehr Kinder und Jugendliche einen Helm tragen werden, vor allem empört mich das in Dessous gehüllte Model mit laszivem Blick. Seid Ihr auch schon in Unterwäsche Rad gefahren? Oder was soll das?

Unser Bundesminister für Verkehr, Andreas Scheuer (CSU) wirbt mit „sex sells“ und diskriminiert dadurch die Hälfte der Bevölkerung. Die Kampagne #helmerettenleben finde ich definitiv unterstützenswert, aber nicht mit solchen Bildern und Sprüchen. Schockierend, dass Leute, die unser Land leiten, so wenig mitdenken und offenbar auch keine weitsichtigen Berater/innen haben. Spätestens seit der metoo-Kampagne sollte mit dem rein sexistischen Blick auf Frauen Schluss sein! 

Für alle Interessierten: es gibt eine Organisation in Deutschland, die sich genau gegen solche sexistische bzw. genderdiskriminierende Werbung zur Wehr setzt. Besucht doch mal die Webseite von Pinkstinks!  

Alles Liebe Liz

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