A wie Albtraum

Als ich letzte Woche meine GFS-Präsentation auf meinen Stick ziehen wollte, fiel mein Blick auf ein Dokument mit dem Titel „Kurzgeschichte – A wie Albtraum“. Neugierig öffnete ich es und las. Nach kurzem Überlegen erinnerte ich mich auch wieder, wann ich diesen Text geschrieben hatte. Vor etwa vier Jahren ließ uns unsere damalige Deutschlehrerin bei einem Wettbewerb zum Thema Bücher mitmachen und das war der Text, den ich damals einschickte. Leider wurde er nicht ausgewählt und schlummerte daher seitdem auf meinem Stick. Mir gefällt die Idee und der Text immer noch sehr gut, außerdem liebe ich es, anhand von solchen Texten meine Schreibevolution zu beobachten. Daher habe ich nur ein paar Dinge überarbeitet und bin nun gespannt, was ihr dazu sagt.

Alles Liebe Liz

A wie Albtraum

Ein Buch war hinter ihm her. Er schrie laut auf und fand sich plötzlich in seinem Bett wieder. Diesen Albtraum hatte er oft, er hatte Angst vor Büchern. Schnell lief er zu seiner Mutter und kroch in ihr Bett. „Was ist denn los, Max? Hast Du wieder den Traum mit dem Buch?“ fragte diese ganz verschlafen. „Ja“, antwortete Max, „Kann ich bei dir übernachten?“ Als er am nächsten Morgen aufwachte, hatte seine Mutter schon Frühstück gemacht und brachte ihn später in die Schule. Max meinte verzagt: „Heute lernen wir wieder neue Buchstaben und bald müssen wir lesen können.“ Seine Mutter überlegte kurz und lächelte dann geheimnisvoll. „Am Nachmittag hole ich dich hier ab und wir machen einen kleinen Ausflug.“ 

Als er aus der Schule kam, erwartete sie ihn schon und fuhr mit ihm zu einem kleinen Laden in die Innenstadt.  Max betrat den Raum und wäre fast rückwärts wieder herausgerannt. Überall waren Bücher! Doch bei genauerem Hinsehen schienen es besondere Bücher zu sein. Konnte es sein, dass sie leise raschelten, dass sie zu ihm wisperten? Seine Mutter lächelte, als er durch die Regalflure ging und wie verzaubert die Bücher anstarrte. Plötzlich zuckte Max zurück, durch das Regal hindurch schauten ihn zwei dunkelgrüne Augen an. Eine große, vergilbte Gestalt schob sich heran. Seine Haut sah aus wie Pergament und er sagte: „Herzlich willkommen zu dem Land Deiner Träume, hier werden aus Albträumen Sehnsuchtsorte.“ „Wie geht das?“ fragte Max gespant „Du musst dich auf die Bücher einlassen, sie wollen dir eine Geschichte erzählen. Nimm dir ein Buch und schau die Bilder an, sie verraten viel von den Büchern!“ Max sah den Mann mit großen Augen an „Wer bist du und warum weißt du so etwas?“ „Ich war als kleiner Junge selbst so skeptisch gegenüber Büchern wie du… bis meine Oma mir die Welt der Bücher zeigt. Seitdem versuche ich, sie anderen näher zu bringen. So wie dir. Manche haben deshalb die verrücktesten Namen für mich, aber nenn Du mich einfach Tommy.“  antwortete er und lächelte freundlich.

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