Wendepunkte – Klaus Kordon

Schon seit jeher habe ich mich für unsere Vergangenheit interessiert. Als Geschichte ein Unterrichtsfach in der Schule für mich wurde war ich absolut begeistert. Ob die Antike, die Französische Revolution oder die Industrialisierung, alles war so spannend! Doch bisher habe ich nicht im Unterricht am meisten gelernt, sondern durch Bücher. Meine Leidenschaft für geschichtliche Romane wurde in der achten Klasse von meinem Geschichtslehrer entfacht. Das Buch: „Die roten Matrosen“ von Klaus Kordon ebnete den Weg für viele weitere. Und genau diesen, für mich besonderen, ersten Roman der sogenannten „Wendepunkt Trilogie“ möchte ich euch heute vorstellen:

Die Trilogie berichtet von den Erlebnissen der Familie Gebhardtjeweils während dreier Wendepunkte der neueren deutschen Geschichte. Im ersten Band „Die roten Matrosen“ steht der älteste Sohn Helmut „Helle“ im Fokus des Geschehens. Durch seine Erlebnisse zum Ende des ersten Weltkrieges tauchen wir in diese umbruchsreiche, dramatische Zeit ein. Hautnah in Berlin erlebt Helle die Novemberrevolution mit, die zum Sturz der Monarchie und zur Umwandlung des Deutschen Reichs in eine parlamentarische Demokratie (Weimarer Republik) führte. Er lernt meuternde Matrosen kennen und sieht Rosa Luxemburg.

Im zweiten Band „Mit dem Rücken zur Wand“ geht es vor allem um Helles 12 Jahre jüngeren Bruder Hans und die Zeit, als die Nazis an die Macht kommen. Die NSDAP spaltet nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die politisch rot (sozialistisch) geprägte Familie Gebhardt. Auch Hans der sich bis dahin wenig für Politik interessiert muss Stellung beziehen. Während er den Idealen seiner Familie treu bleibt, zieht es seine Schwester Marta durch ihren Freund und dessen schnellen Aufstieg in der NSDAP immer mehr zu den Nazis. Als ihr Freund auch noch an der Inhaftierung Helles und seiner Frau beteiligt ist, eskaliert die Situation.

Im dritten Band „Der erste Frühling“ ist die Hauptfigur Änne, Helles mittlerweile 12 Jahre alte Tochter. Es wird von der Situation zu Ende des zweiten Weltkrieges berichtet. Vom Einzug der russischen Soldaten und von den Gefühlen und Träumen der Bevölkerung.

Ich empfehle euch diese Trilogie von ganzem Herzen. Die Bücher sind spannend geschrieben, kaum mochte ich sie beiseitelegen. Zudem geben sie nicht nur einen guten Überblick über diese drei wichtigen historischen Zeiträume, sondern ermöglichen es, die Gefühle und Bedürfnisse der Menschen und ihre Entscheidungen besser zu verstehen und nachzuvollziehen. Wie Klaus Kordon im ersten Buch schreibt: “In der Ackerstraße Nr.37 leben die Helden der Geschichte. Sie sind frei erfunden – und haben doch gelebt.“

Alles Liebe Liz

 

 

 

4 Kommentare zu „Wendepunkte – Klaus Kordon

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